Um mit dem Züchten beginnen zu können, benötigte ich einen entsprechenden Platz zur Unterbringung aller notwendigen Aufbauten wie zum Beispiel Zwinger, umzäunte Auslaufflächen, Futterraum und Gartenhaus.

Per Mundpropaganda erfuhr ich in einem SV-Verein von einem ehemaligen Bundesbahn-Gelände, das in Parzellen aufgeteilt ausschließlich an Hundehalter vermietet wird. Glücklicherweise befanden sich auf diesem Gelände noch unvermietete Flächen. Die Immobiliengesellschaft, also die Eigentümerin, und ich konnten uns bezüglich Größe und Miete einigen und ich steckte mir ein entsprechendes Stück ab.

Nicht ahnend, wie viel Arbeit auf mich zukommen würde. Der Boden wies einen Höhenunterschied von ca. 80cm auf und bestand in einer Tiefe von ca. 20cm aus fast undurchdringlichem Schotter. Ohne Fleiß keinen Preis.
Also musste erst einmal eine Planierraupe den Untergrund ebnen. Dann wurden die Löcher für die Balkenschuhe, zur Errichtung eines Zaunes, mühevoll per Hand ausgehoben. Das war eine grauenhafte Arbeit, an die ich nicht gerne zurückdenke.
Es hat viel Schweiß gekostet :-)))

Nach und nach wurden 7 Zwinger, 1 Zwinger mit angrenzendem Wurfraum, ein Futterraum,ein Materialraum und ein Gartenhaus gebaut. Bei den Grabearbeiten entdeckte ich zufällig ein Dreikammersystem, womit sich das Abwasserproblem sofort löste. Das Gelände verfügt über einen eigenen Wasseranschluss und auch für die Stromversorgung ist gesorgt.

Das einzige, was sich von Anfang an auf dieser Fläche befand, war ein recht großer Gartenteich. Da dort bereits diverse Tiere (Libellenlarven, Molche, Kröten, Schildkröten, Fische,...) eine Heimat gefunden hatten, konnte ich diesen nicht entfernen. Inzwischen liebe ich diesen Teich und beobachte in jeder freien Minute das Treiben der Bewohner.

Alle Bestandteile meiner Gartenanlage haben sich bezüglich Hundezucht als ausgesprochen praktisch erwiesen. Das Gartenhaus dient in den Tagen um den Wurftermin als meine Bleibe, um im Notfall zu helfen oder den Tierarzt zu verständigen. Dank der Stromversorgung ist eine Überwachung der Hündin per Kamera möglich.

Der eingezäunte Auslauf für die erwachsenen Hunde ermöglicht, dass die Welpen die gesamte verbleibende Fläche als Spielplatz nutzen können. Unter anderem den Gartenteich mit Holzsteg. Sehr zum Leidwesen meiner Welpenkäufer handelt es sich bei meinen Welpen um ausgesprochene "Wasserratten" ;-)))

Die Welpen sind bereits an unterschiedliche Bodenverhältnisse gewöhnt. Beton, Pflaster, Erde, Rasen, Holzsteg und nicht zuletzt den rutschigen PVC-Belag des Gartenhauses.

Da alle Hündinnen auch mit fremden Welpen ausgesprochen mütterlich umgehen, ist ab der fünften Woche der erste Kontakt möglich und wird praktiziert.
Mit großem Erfolg, da sie sich oft als die geduldigeren Spielpartner zeigen. Ist doch klar, sie müssen ja nicht den ganzen Tag mit den aufdringlichen "Zwergen" verbringen :-)))

Auf den folgenden Bildern könnt Ihr Euch die Anlage anschauen.
Natürlich bin ich immer noch nicht fertig. Jeder der einen Garten hat oder hatte weiß doch, fertig wird man nie.